Geschichte

Abteilung Möhringen

Abteilung Nendingen

Abteilung Esslingen

Geschichte der Abteilung Tuttlingen

Das Bild zeigt die historische Fahne der Abteilung Tuttlingen.

Im Jahr 2006 feierte die Abteilung Tuttlingen ihr 150-jähriges Bestehen. Wir blicken auf eine lange, interessante, ereignisreiche und bewegte Geschichte zurück.

An dieser Stelle seien deshalb nur die wichtigsten Punkte auszugsweise dargestellt:

  • Im August 1856 ging ein Aufruf des damaligen Ratsschreibers Julius Schad von Haus zu Haus. Er war mit einer Erklärung zur Teilnahme an der Gründung einer Feuerwehr verbunden.
  • Im September 1856 erläuterte Straßenbauinspektor Calwer, der Kommandant der Rottweiler Feuerwehr, die Konzeption der Freiwilligen Feuerwehr und es wurde mit der Ausbildung und Unterweisung der freiwilligen neuen Feuerwehrmänner begonnen.
  • Julius Schad wurde 1856 zum ersten Kommandanten ernannt.
  • Nach einigen Wechseln in der Führung wurde im Jahr 1873 die Feuerwehr Tuttlingen neu organisiert. Sie umfasste danach 650 Mann, einschließlich verstärkter Steiger-Kompanien (90 Mann).
  • 1885 wurde das Feuerlöschwesen im Königreich Württemberg völlig neu organisiert. In jeder Gemeinde musste eine Feuerwehr bestehen. Den damaligen Tuttlinger Kommandanten, J. J. Schaz, ernannte die Regierung zum Bezirks-Feuerlöschinspektor.
  • Im Jahre 1896 wurde in Tuttlingen eine Hochdruckwasserleitung mit Hauswasserversorgung und für die Brandbekämpfung mit Hydrantenstationen eingerichtet. Dies machte eine Umstrukturierung der Feuerwehr erforderlich. Der neue Kommandant formte aus einer 700 Mann starken Pflichtfeuerwehr eine freiwillige Feuerwehr.
  • 1898 umfasste die Tuttlinger Feuerwehr noch 320 Mann in fünf Kompanien.
  • 1906 waren sieben Hydrantenstationen auf das Stadtgebiet verteilt, bestückt jeweils mit einem Standrohr, einem Strahlrohr und 70 Meter Druckschlauch. Die Lösch- und Rettungsgerätschaften waren in der Helfereischeuer untergebracht, die zum ersten Tuttlinger Feuerwehr-Magazin wurde.
  • 1912 wurden in Tuttlingen Feuermelder installiert, die die Feuerglocke ersetzten.
  • 1913 wurde dieses Meldesystem durch die persönliche Alarmierung des „Weckerlinienlöschzug“, einer 60 Mann starken Kernmannschaft, ergänzt.
  • 1922 bekam die Tuttlinger Feuerwehr ihre erste Kraftfahrspritze. Bald darauf folgte eine Kraftfahr-Drehleiter, auf die eine Motorspritze montiert war. Sehr viele andere technische Verbesserungen folgten.
  • 1927 wurde die umgebaute alte Zehntscheuer an der Möhringer Straße zum neuen Feuerwehr-Magazin. Ernst Baisch wurde zum Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr gewählt.
  • Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches verfügte die französische Besatzungsmacht eine vollständige Neuordnung des Feuerlöschwesens. Kommandant Hans Huber baute sie 1946 nach den Weisungen der Besatzungsmacht wieder auf.
  • In den 1950-er Jahren wurde der so genannte Sonntagsdienst eingeführt: jeden Sonntagnachmittag hatte ein Kraftfahrer von 13 bis 19 Uhr Dienst, um zu gewährleisten, dass im Alarmfall sofort mit einem Löschfahrzeug ausgerückt werden konnte. Während der trockenen Jahreszeit waren sogar fünf bis sechs Feuerwehrmänner als „Waldbrandwache“ anwesend, um bei Flächenbränden schnell eingreifen zu können.
Das Bild zeigt eine Alarmglocke der Weckerlinie.
  • Von 1913 bis 1965 wurde die Tuttlinger Feuerwehr über die Weckerlinie alarmiert: von einer Alarmzentrale im Polizeirevier, in dem auch der Feuerwehr-Notruf ankam, liefen Drähte zu den Wohnhäusern der Feuerwehrleute. In den Wohnungen hingen große halbkugelförmige Glocken, welche bei Alarm läuteten. Zusätzlich heulten bei Großereignissen die Sirenen in der Stadt.
  • 1965 wurde die Alarmierung per Funk eingeführt. Über kofferradiogroße Empfangsgeräte, die bei Alarm einen schrillen Piepton und eine Sprachdurchsage aussendeten, wurden die Einsatzkräfte gerufen..
  • Im November 1970 wurde die Jugendfeuerwehr Tuttlingen gegründet.
  • Im Dezember 1973 wurde Werner Weihenmaier zum ersten Gesamtkommandanten und Stadtbrandmeister der Stadt Tuttlingen mit ihren neuen Eingemeindungen Möhringen, Nendingen und Esslingen gewählt. Die vormals selbstständigen freiwilligen Feuerwehren der jetzigen Stadtteile, wie auch die Wehr der Kernstadt, nennen sich nun Feuerwehrabteilungen und werden von jeweils einem Abteilungskommandanten geleitet.
  • Im Jahr 1979 wurde im Gebäude des DRK in der Möhringer Vorstadt die Feuerwehrleitstelle des Kreises Tuttlingen eingerichtet. Der Feuerwehrnotruf 112 wurde damit im Landkreis Tuttlingen einheitlich eingeführt.
  • Im Sommer 1982 bezog die Tuttlinger Feuerwehr ein "neues Domizil": im Breunle–Areal, einer ehemaligen Obstgroßhandlung in der Gaußstraße 11, richtete die Stadt Tuttlingen ihr heutiges Feuerwehrmagazin ein.
  • Am 30. Oktober 1988 wurde in der Tuttlinger Feuerwache die zentrale Atemschutzübungsanlage des Landkreises Tuttlingen und des Schwarzwald-Baar-Kreises eingeweiht.
  • 1995 feierte die Jungendfeuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen.
  • Im Herbst 1996 wurde die digitale Alarmierung eingeführt.
    Neuerungen gab es 1996 auch bei der Schutzkleidung: die „Einsatzjacke 90“.
  • 2000: Standbrandmeister Günther Benz stellt sein Fahrzeug- und Raumkonzept vor.
  • 2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September auf das World-Trade-Center in New York gedachten Vertreter aller Tuttlinger Hilfsorganisationen auf dem Marktplatz ihrer gefallenen Kameraden.
  • 2003: 200 Jahre nach dem Stadtbrand präsentierte sich die Feuerwehr mit einer großen Geräteschau und vielen Vorführungen in der Innenstadt.
  • 2005: Nachdem die Planungen für die neue Feuerwache am alten Standort bereits liefen, kam die Überraschung: Die Stadtverwaltung möchte die Feuerwache nun an der Stockacher Straße auf einem ehemaligen Industriegelände errichten.
  • 2006: mit einem tollen Festwochenende wurde das 150-jährige Jubiläum gefeiert.
  • 2009 löste die Einsatzkleidung der Fa. Texport aus dem Stoff PBI Matrix die orangenen Jacken vom Typ Einsatzkleidung 90 ab.
  • 2010 feierte die Jungendfeuerwehr ihr 40-jähriges Bestehen.
  • Im Jahr 2011 musste die Abteilung Tuttlingen 456 Einsätze bewältigen. 84 aktive Feuerwehrmänner und -frauen umfasste die Einsatzabteilung.

Fahrzeugentwicklung in der Feuerwehr Tuttlingen

  • 1922 bekam die Tuttlinger Feuerwehr ihre erste Motorspritze. Bald darauf folgte eine Magirus-Drehleiter, auf die eine Motorspritze montiert war und sehr viele andere technische Verbesserungen folgten.
  • 1935 wurde ein neues Löschfahrzeug "KS 15" von Magirus angeschafft.
  • Noch ein neues Löschfahrzeug "KS 15" gab es 1941. Aufgrund der Zugehörigkeit der Feuerwehr zur Polizei erhielt es eine dunkelgrüne Lackierung.
  • 1951 konnte mit der Beschaffung eines modernen Tanklöschfahrzeugs TLF 15 mit 2400-Liter-Wasservorrat von Magirus die Schlagkraft wesentlich verbessert werden.
Das Bild zeigt die im Jahr 1961 beschaffte Drehleiter der Firma Magirus.
  • 1956 - im Jahr des 100jährigen Bestehens - wurde ein Schlauch- und Gerätewagen auf Mercedes-Fahrgestell mit Aufbau (Firma Metz) in Dienst gestellt.
  • Im Jahre 1961 wurde eine vollhydraulische 30-Meter-Drehleiter von Magirus angeschafft.
  • Ein Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 16-TS auf Mercedes-Fahrgestell mit Aufbau der Fa. Bachert löste 1964 ein in die Jahre gekommenes Löschfahrzeug ab.
  • Ein weiteres Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16 konnte 1965 von der Firma Metz auf Mercedes Kurzhauber-Fahrgestell beschafft werden.
  • Im März 1966 bereicherte ein neues Fahrzeug den Fuhrpark: ein Gerätewagen zur Ölschadensbekämpfung.
  • Im Dezember 1971 konnte mit einem neuen Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS von Magirus die Schlagkraft abermals gesteigert werden.
  • 1975 konnte die Abteilung Tuttlingen zwei weitere Fahrzeuge in Dienst stellen: auf dem RW 2, einem Mercedes-Kurzhauber mit Ziegler-Aufbau, war erstmals eine handbetätigte hydraulische Rettungsschere zur Befreiung von Unfallopfern untergebracht.
    Mit dem Opel Rekord Caravan erhielt die Wehr ihren ersten Kommandowagen.
  • 1978 wurde als Ersatz für das betagte TLF 15 aus dem Jahre 1951 ein modernes Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 von Magirus beschafft.
  • Im Februar 1979 wurde der Vorausrüstwagen (VRW) auf einem Range-Rover Fahrgestell mit Einrichtung der Firma Ziegler realisiert.
Das Bild zeigt die im Jahr 1982 beschaffte Drehleiter der Firma Magirus.
  • 1981: Übergabe eines Mannschaftswagen auf VW LT 28-Fahrgestell.
  • Im Dezember 1982 konnte die Wehr vom Hersteller Magirus in Ulm eine neue Drehleiter mit Rettungskorb vom Typ DLK 23-12 übernehmen.
  • Im Dezember 1985 stellte die Tuttlinger Feuerwehr einen der landesweit ersten Gerätewagen-Gefahrgut GW-G in Dienst.
  • September 1987: die Wehr bekommt einen neuen Kommandowagen VW Passat Variant.
  • 1990 erhält die Abteilung Tuttlingen ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS aus dem Hause Magirus.
  • Im November 1995 konnten gleich zwei neue Fahrzeuge in Dienst gestellt werden: ein Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 und ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12, beide aus dem Hause Iveco Magirus.
  • 1998: den immer häufiger vorkommenden Bagatelleinsätzen wie Ölspuren, Rohrbrüchen oder Notöffnungen von Wohnungstüren wurde mit der Anschaffung eines neuen Kleineinsatzfahrzeuges KEF auf IVECO Daily Rechnung getragen.
  • Im November 2003 konnte die Feuerwehr zwei neue Fahrzeuge bei den Herstellern abholen: einen Mannschaftstransportwagen (MTW) auf Mercedes Sprinter Fahrgestell mit Ausbau der Firma Weschenfelder ersetzte ein 22 Jahre altes Vorgängerfahrzeug. Des Weiteren wurde mit dem Wechselladerfahrzeug (WLF) eine völlig neue Fahrzeuggeneration eingeführt.
  • Am 16. Dezember 2004 wurde die neue Drehleiter DLK 23-12 ausgeliefert. Das Fahrzeug der Firma IVECO Magirus ist mit modernster Technik, wie abwinkelbarem Leitersatz, aktiver Schwingungsdämpfung und einer lenkbaren Hinterachse ausgestattet.
  • 2009 bekommt die Abteilung Tuttlingen das HLF 20/16 (Hersteller und Aufbau: Iveco Magirus).
  • 2010 wird der neue Kommandowagen (KdoW) vom Typ Q5 (Audi) in Dienst gestellt.
  • 2011 ersetz der neue Rüstwagen (RW) Atego von Mercedes Benz mit Ziegler-Aufbau seinen in die Jahre gekommenen Vorgänger.
  • Im Jahr 2013 gab es mehrere Indienststellungen von Fahrzeugen.
    Als Besonderheit galt aber die Beschaffung von vier Mannschaftstransportwagen (MTW) auf Ford Transit Fahrgestell. Hier bekam jeder Feuerwehrabteilung ein Fahrzeug zugewiesen.
  • Im April 2013 wurde das neue und zweite Wechselladerfahrzeug (WLF) mit einem Iveco Trukker Fahrgestell ausgeliefert.
  • Im September 2013 konnte dann auch der neue Abrollbehälter "Großbrand" von der Firma Jerg, inklusive LUF60 (Fa. Rechners) ausgeliefert werden.

Kommandanten der Feuerwehr Tuttlingen

Das Bild zeigt einen Kommandantenhelm aus dem Jahr 1906.
  •     1856 - 1857       Julius Schad
  •     1857 - 1860       Christian Riekert
  •     1860 - 1862       Julius Schad
  •     1862 - 1871       Gottlob Stirm
  •     1871 - 1896       J.J. Schaz
  •     1896 - 1927       Karl Rieß
  •     1927 - 1939       Ernst Baisch
  •     1939 - 1946       Heinrich Storz
  •     1946 - 1957       Hans Huber
  •     1957 - 1973       Hans Holzwarth
  •     1973 - 1989       Werner Weihenmaier
  •     1989 - 2004       Günther Benz
  •     2004 - 2016       Klaus Vorwalder
  •     seit 2016            Daniel Schmidberger

Festschrift...

Weitere Informationen, eindrucksvolle Bilder zur Geschichte und Berichte zu Einsätzen der Abteilung Tuttlingen finden Sie in unserer 140-seitigen Festschrift (keine Werbeseiten).

Diese kann zum Preis von 9,50 € (inkl. Versand) bei der unten stehenden Adresse bezogen werden.

Auch lohnt sich ein Besuch in unserem „Feuerwehrmuseum“ – einer Feuerwehrrequisitensammlung durch die Jahrhunderte.

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