Brand1

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Einsatz 2020 / 189: Dachstuhlbrand

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Einsatzstichwort:
B-06
Einsatzmeldung:
Dachstuhlbrand
Einsatzart:
Brand
Alarmierung:
22.07.2020 01:37 Uhr
Einsatzstelle:
Tuttlingen, Wilhelmstraße
Alarmierte Abteilungen:
Tuttlingen, Möhringen
Eingesetzte Fahrzeuge:
KdoW, KdoW - 1, MTW - 2, HLF 20/16, DLA(K) 23-12, LF 20, LF 16/12, TLF 24/50, RW, MTW - 3, HLF 10/6, LF 20 KatS
Einsatzpartner:
KBM, Rettungsdienst, OrgL, SEG des DRK, LNA, Ordungsamt / Stadtverwaltung, Energieversorger, Kriminaltechnik
Bericht:

Mit dem Stichwort „Dachstuhlbrand“ wurde der zuständige Löschzug der Abteilung Tuttlingen am 22.07.2020 um 01:37Uhr in die Wilhelmstraße alarmiert. Noch während der Anfahrt der Einsatzkräfte wurde man von der integrierten Leitstelle darüber informiert, dass mehrere Anrufer offenes Feuer im Dachbereich gemeldet hätten. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte mit KdoW, HLF 20/16 und DLK 23/12 konnte diese Lage bestätigt werden. Es brannte bereits großflächig im Bereich des Dachstuhls eines Mehrfamilienhauses mit der Gefahr des Übergreifens auf die zweite, angebaute Doppelhaushälfte. Während der Erkundung in der Erstphase stellte sich heraus, dass alle Bewohner das Gebäude verlassen hatten. Aufgrund dieser Erkenntnis konnte man sich bereits von Beginn an auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Der Angriffstrupp des HLF20/16 erhielt den Befehl zur Brandbekämpfung ins Obergeschoss des Mehrfamilienhauses vorzugehen. Während der Wassertrupp durch einen Unterflurhydranten die Wasserversorgung sicherstellte, wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um mittels eines handgeführten Rohrs, gezielt bei der Brandbekämpfung im Dachbereich zu unterstützen. Das inzwischen eingetroffene LF20 der Abteilung Tuttlingen wurde zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Drehleiter eingesetzt und unterstützte mit weiteren Atemschutztrupps den Innenangriff über die angeschlossene Doppelhaushälfte.

Aufgrund der vorgefundenen Lage erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe im Einsatzverlauf auf „Brand 6“ und damit auf „Gesamtalarm“ für die Abteilung Tuttlingen und fordert zusätzlich die Abteilung Möhringen nach. Diese installierte eine Führungsgruppe zur Unterstützung des Einsatzleiters, stellte Personal für die Brandbekämpfung und sicherte zeitweise den Grundschutz für Paralleleinsätze im Stadtgebiet.

Zur Redundanz der Löschwasserversorgung wurde das TLF24/50 an der Einsatzstelle vorgehalten, musste aber aufgrund annähernd stabiler Wasserversorgung vor Ort, nicht tätig werden.

Da vor dem Gebäude mehrere Fahrzeuge geparkt waren, welche durch herabfallende Teile des Daches hätten weiter beschädigt werden können und um den knappen Raum an der Einsatzstelle zu organisieren, kamen sogenannte „Go Jacks“ vom Rüstwagen der Abteilung Tuttlingen in den Einsatz mit denen es möglich ist, Fahrzeuge umzupositionieren.

Während der Löscharbeiten wurde die Dachhaut geöffnet und teilweise abgetragen. Durch diese Maßnahme konnten Glutnester aufgespürt und abgelöscht werden.

Nach etwas mehr als einer Stunde meldete die Führungsgruppe der Leitstelle „Feuer unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten“. Diese dauerten jedoch noch bis in den Morgen hinein an. Insgesamt wurden im Einsatzverlauf neun Atemschutztrupps eingesetzt. Während der Maßnahmen wurden die Einsatzkräfte durch die SEG des DRK medizinisch abgesichert und mit Getränken versorgt. Die Brandursache ist unklar, die Polizei ermittelt.

 





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