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Einsatz 2021 / 59: Rettung aus Höhen / Tiefen

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Einsatzstichwort:
H-05
Einsatzmeldung:
Rettung aus Höhen / Tiefen
Einsatzart:
Technische Hilfeleistung
Alarmierung:
23.02.2021 10:52 Uhr
Einsatzstelle:
Tuttlingen, Föhrenstraße
Alarmierte Abteilung:
Tuttlingen
Eingesetzte Fahrzeuge:
KdoW, MTW - 2, HLF 20/16, DLA(K) 23-12, RW
Einsatzpartner:
Rettungsdienst, Christoph 11 (DRF)
Bericht:

Zu einem Unfall in einem Industrieunternehmen wurde der Rüstzug der Abteilung Tuttlingen in die Föhrenstraße alarmiert. Nach Ankunft und genauer Erkundung stellte sich die Lage wie folgt dar:

Ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte sich bei Arbeiten in einem 8m hohen Hochregallager schwer verletzt. Der Rettungsdienst war bereits mit der Behandlung beschäftigt, der Patient war nach Rücksprache kreislaufstabil. Der einzige Zugang zum Patient führte über eine 8m lange Leiter und einen kleinen, für den Einsatz nicht nutzbaren Lastenaufzug. Aufgrund der Schwere der Verletzung und der beengten Verhältnisse war ein Transport über den Leiteraufstieg nicht möglich. Da der Platz um das Gebäude zusätzlich sehr beengt war, hatte die Fahrzeugpositionierung in der Anfangsphase oberste Priorität.

Nach einer kurzen Lagebesprechung aller anwesenden Führungskräfte, entschied man sich für eine schonende Rettung durch ein Fenster des Gebäudes mittels der Drehleiter. Da der Bereich vor dem Fenster im Inneren zugestellt war, musste dieser für die Rettung freigeräumt werden. Zudem musste ein Schwerlastregal demontiert werden. Parallel dazu wurde von den Einsatzkräften am Boden ein redundantes Sicherungssystem mittels Gerätesatz Auf- und Abseilgerät und einem Gerätesatz Absturzsicherung aufgebaut. Da das Fenster nicht demontiert werden konnte, wurde das Glas entfernt und der Rahmen mit "Panzertape" abgeklebt um den Schutz der Seile vor Glasscherben zu gewährleisten. Zusätzlich wurden die Fenster mit Kantenschutz ausgekleidet. Nachdem das Sicherungssystem aufgebaut und einsatzbereit war, wurde die Schleifkorbtrage mit zusätzlichem Material für den Rettungsdienst (Schaufeltrage und Vakuummatratze) mittels Drehleiter nach oben transportiert. Nachdem der Patient mit der Vakuummatratze in der Schleifkorbtrage gesichert war, begann die Rettung über die Drehleiter. Dazu musste ein weiterer Höhenunterschied von etwa 2,50m zur Fensterunterkante überwunden werden. Dies leisteten die Feuerwehrangehörigen mit Muskelkraft und auf mehreren Leiterteilen. Bereits kurze Zeit danach konnte der Patient kreislaufstabil und wohlbehalten an den Rettungsdienst übergeben werden. Er wurde im Anschluss mit dem Rettungshubschrauber Christoph 11 in ein Krankenhaus verbracht. Trotz dieser nicht alltäglichen Einsatzlage hat die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte – auch organisationsübergreifend einwandfrei funktioniert.





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