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Alarmierung der Einsatzkräfte

Das Bild zeigt einen tragbaren Meldeempfänger der Feuerwehr Tuttlingen mit einer Einsatzmeldung im Display.

Da alle Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Tuttlingen ehrenamtliche Mitglieder sind, trägt jeder der Mitglieder einen tragbaren, digitalen Meldeempfänger an sich und kann somit rund um die Uhr zu Einsätzen alarmiert werden. Geht also ein Notruf bei der integrierten Leitstelle des Landkreises Tuttlingen ein, entscheidet der Leitstellendisponent aufgrund der einheitlichen, landkreisweiten Einsatzstichworte und der jeweiligen Alarm- und Ausrückordnung der Gemeinden, welche Einsatzkräfte alarmiert werden müssen. Weiterhin gibt er in den Einsatzleitrechner das Einsatzstichwort, die Einsatzadresse und wichtige Informationen ein. Anschließend wird das digitale Signal ausgesendet und die tragbaren Meldeempfänger der einzelnen Kameraden alarmieren.
Die Feuerwehr der Abteilung Tuttlingen gliedert sich in zwei Löschzüge zu jeweils drei Gruppen. Im Zuge der Umstrukturierung der Alarmierung im Dezember 2018 wurden die Feuerwehrangehörigen entsprechend Ihrer Qualifikationen und der Nähe von Wohn- oder Arbeitsort zur Feuerwache eingeteilt. Hierdurch stellt man ein gleichmäßiges Niveau mit höchsten Qualitätsansprüchen für die Rettung von Bürgern und Sachwerten unter optimalen Zeitbedingungen sicher.
Die Alarmierung der Feuerwehr Tuttlingen erfolgt über die integrierte Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst mit Standort Tuttlingen. Der Landkreis Tuttlingen verfügt bereits seit 1995 über ein digitales Alarmierungssystem.

Hinter diesen Einsatzstichworten sind nach einer umfassenden Kapazitätsplanung von Personal und Einsatzmitteln folgende Personalstärken gebildet worden:

  • Einsätze in Zugstärke 
  • Einsätze in Gruppenstärke
  • Einsätze in Truppstärke
  • Einsätze für Sonderpersonal

Um die Belastung des Einsatzpersonals zu verteilen, werden Zeitfenster, sowie Zeitintervalle des Einsatzleitsystems genutzt. Hierfür gelten per Definition zwei Zeitfenster: 

  • Arbeitszeit: Montag - Freitag: 7 - 16 Uhr

Während der Arbeitszeit wird wie folgt unterschieden:  Zug Tag, Gruppe Tag, Gerätewarte

  • Freizeit: Montag - Freitag: 0 - 7 Uhr / 16 - 24 Uhr, sowie Samstag, Sonntag, Feiertag: 0 - 24 Uhr

In der Freizeit wird nochmals separat zwischen geraden und ungeraden Kalenderwochen unterschieden:

Ungeraden Wochen: Zug 1, Gruppe 1, Trupp 1 oder Trupp 3 

Geraden Wochen: Zug 2, Gruppe 2, Trupp 2 oder Trupp 4

Einsätze in Zugstärke: 

Einsätze größeren Umfangs werden durch den diensthabenden "Zug" abgearbeitet. Der Zugführer oder die Abteilungskommandanten sind hier in der Funktion des Einsatzleiters eingesetzt, bei umfangreicheren Lagen und Einsatzstichworten ist der Feuerwehrkommandant der Einsatzleiter. 

Einsätze in Gruppenstärke: 

Zeitkritische Einsätze kleineren Umfangs, wie beispielsweise Türöffnungen, PKW-Brände, Aufzugsrettungen etc. werden durch eine taktische Gruppe abgearbeitet. 

Einsätze in Truppstärke: 

Kleinere, nicht zeitkritische Einsätze während der Freizeit werden durch vier Alarmierungsgruppen (Kleineinsatzgruppen / Trupps) bewältigt. Jeweils ein Gruppen- oder Truppführer ist hier der Einsatzverantwortliche. Im wöchentlichen Wechsel wiederholen sich die Intervalle alle vier Wochen. Während der Arbeitszeit führen diese Aufgaben die hauptamtlichen Gerätewarte durch. Bei Bedarf können diese durch eine Gruppe unterstützt werden.

Das Bild zeigt die eingesetzten tragbaren, digitalen Meldeempfänger der Feuerwehr Tuttlingen.

Einsätze für Sonderpersonal: 

Die Alarmierung erfolgt auf Anforderung oder ist bereits durch die Gefährdungsanalyse von diversen Objekten in den hierfür vorgesehenen Einsatzplänen automatisiert. Wird während eines Einsatzes ersichtlich, dass die hierfür vorgesehene Kapazität nicht ausreichend ist oder speziell ausgebildete Einsatzkräfte benötigt werden, so obliegt es dem Einsatzleiter, über die Leitstelle weitere Eskalation der Einsatzstichworte anzuordnen. Dies können u.A. speziell ausgebildete Kräfte für Hubrettungsfahrzeuge, Personal der Führungsgruppe oder Sonderpersonal zum Bedienen von Spezialgerät sein.

Der Kommandant kontrolliert gemeinsam mit den Abteilungskommandanten regelmäßig die Einsätze hinsichtlich der Ausrückezeiten und der Mannschaftsstärke. Weiterhin finden Veränderungen der Wohnadresse sowie des Arbeitsplatzes jedes Feuerwehrangehörigen dynamisch Berücksichtigung bei der Einsatzplanung im Vorfeld der Alarmierung. Hierdurch ist gewährleistet, dass die aufgestellten Qualitätsrichtlinien der Feuerwehren Baden-Württemberg eingehalten werden.